„Deutsche Stimme“ verstummen lassen
Aktionstag 8. Juni 2013 in Riesa
Der „Deutsche Stimme Verlag“ nimmt eine zentrale Stelle im Geflecht aus NPD und militanten Neonazis ein. Ihr Verlag gibt monatlich die Parteizeitung der NPD und zahlreiche weitere neofaschistische Schriften heraus. Sein Sitz in der Geschwister-Scholl-Straße beherbergt außerdem die Büros des Parteivorsitzenden Holger Apfel und des NPD-Chefhetzers Jürgen Gansel.
In Riesa glaubt die NPD einen ruhigen Platz gefunden zu haben, um von dort aus Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus verbreiten zu können.
Das nehmen wir nicht mehr hin. Wir warten nicht auf das NPD-Verbot, sondern werden unseren Protest vor die Haustür der NPD bringen. weiter lesen
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Im Rahmen der Veranstaltungen anlässlich des 68. Jahrestages der Selbstbefreiung der Häftlinge des Konzentrationslagers nimmt das Treffen der Nachkommen einen festen Platz ein, wenngleich ihm teilweise noch immer mit Ignoranz begegnet wird. Das 4. Treffen der Nachkommen, zu dem die Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora (LAG) für den 14. April 2013 in den Kinosaal der Gedenkstätte Buchenwald eingeladen hatte, setzte eine Tradition fort, die immer stärkere Resonanz auch bei jüngeren Menschen findet. Wieder trafen sich ehemalige Häftlinge, Hinterbliebene und Nachkommen von Häftlingen, Antifaschistinnen und Antifaschisten aus der ganzen Bundesrepublik, um sich gegenseitig kennenzulernen, um den Austausch von Gedanken zu pflegen. Die Plätze im Kinosaal der Gedenkstätte Buchenwald reichten nicht aus, um alle Interessierten aufzunehmen. Unkompliziert besetzten die Jüngeren Stufen, um Betagteren Platz in den Sesseln zu bieten. Eine Gruppe ehemaliger Häftlinge aus der Ukraine, aus Belarus und Russland war der Einladung der LAG gefolgt und wurde mit besonderer Herzlichkeit begrüßt, war doch die Zusammenkunft aus Anlass des 68. Jahrestages der Selbstbefreiung der Häftlinge des KZ dem solidarischen antifaschistischen Widerstand bei Ankunft der Massentransporte sowjetischer Kriegs- und Zivilgefangener 1943 in Buchenwald gewidmet. weiter lesen
Veröffentlicht in 68. Jahrestag der Befreiung von Buchenwald |
Der vor 68 Jahren von 21 000 befreiten Häftlingen geleistete Schwur von Buchenwald artikulierte den Wunsch und die Verpflichtung, sich für eine Welt des Friedens und der Freiheit einzusetzen, in der es keine Wurzeln für Faschismus mehr gibt. Bis in die Gegenwart hat die Umsetzung des Schwurs hohe Aktualität. weiter lesen
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Erklärung des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos und des Beirates der Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald an der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora aus Anlass des 68. Jahrestages der Befreiung weiter lesen
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14. April 2013 in Buchenwald 68. Jahrestag der Selbstbefreiung.
- Für sozialen Fortschritt und eine solidarische Gesellschaft!
- gegen Fremdenhass und faschistische Aufmärsche!
Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln, wie die Überlebenden des KZ Buchenwald schworen, erfordert nicht nur die offene und offensive Auseinandersetzung mit faschistischen Organisationen und Nazi-Propaganda. Gleichfalls ist der Kampf um sozialen Fortschritt und eine solidarische Gesellschaft notwendig, in der Fremdenhass, Chauvinismus und Rassismus geächtet sind und keinen Chance mehr haben, sich im Denken und Leben der Menschen zu verankern. weiter lesen
Veröffentlicht in 68. Jahrestag der Befreiung von Buchenwald |
Der ehemalige Häftling des KZ Buchenwald Stéphane Hessel ist fünfundneunzigjährig in der Nacht auf den 27. Februar 2013 verstorben.
In Berlin am 20. Oktober 1917 geboren, kam er siebenjährig mit seinen Eltern nach Paris. In Frankreich wurde er 1939 in die französische Armee eingezogen, geriet nach Beginn des Zweiten Weltkriegs in deutsche Gefangenschaft. Durch abenteuerliche Flucht gelangte er nach London. Dort traf er auf Charles de Gaulle und schloss sich als leidenschaftlicher Antifaschist der französischen Résistance an. Als Kämpfer der Résistance geriet er in die Fänge der Gestapo und kam 1944 ins KZ Buchenwald. Dort rettete ihm der deutsche Antifaschist Arthur Dietzsch das Leben. Noch im April musste Hessel auf Transport in das Vernichtungslager Bergen-Belsen. Ihm gelang die Flucht. weiter lesen
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Am 14. April 2013 um 10:00 Uhr findet anlässlich des 68. Jahrestages der Selbstbefreiung der Häftlinge des KZ Buchenwald im Kinosaal der Gedenkstätte Buchenwald das 4. Treffen der Nachkommen statt, das der Erinnerung an den Beginn des Eintreffens der Massentransporte sowjetischer Kriegs- und Zivilgefangener 1943 gewidmet wird.
Bereits am Sonnabend, dem 13. April 2013, werden wir uns um 16:00 Uhr am Tor des Lagers einfinden, gemeinsam zum ehemaligen Pferdestall gehen, um dort würdig der ermordeten sowjetischen Kriegsgefangenen zu gedenken und anschließend Blumen am Gedenkstein auf dem ehemaligen Lagergelände niederzulegen. weiter lesen
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Am 7. Oktober 2012 starb Franz Rosenbach im Alter von 85 Jahren in Nürnberg.
Als Sinto hatte Franz Rosenbach das Vernichtungslager Auschwitz überlebt und war seit April 1944 Häftling im Konzentrationslager Buchenwald mit der Häftlingsnummer 43227. Ab Mai 1944 gehörte er zunächst zum Außenkommando Mittelbau-Dora, das ab Oktober 1944 eigenständiges KZ wurde. Er überlebte den Todesmarsch der Häftlinge nach Harzungen. Seine Eltern, die meisten seiner Geschwister und viele seiner Angehörigen waren als Sinti dem Rassenwahn der deutschen Faschisten zum Opfer gefallen. Nach der Befreiung wurde ihm lange Jahre die Entschädigung für das Erlittene vorenthalten, weil er zur Minderheit der Sinti und Roma gehörte und diese in allen gesellschaftlichen Bereichen nach wie vor benachteiligt war. Erst 1991 erhielt Franz Rosenbach – gegen Zahlung reiner hohen Verwaltungsgebühr(!) - seine deutsche Staatsangehörigkeit zurück, die ihm von den deutschen Faschisten auf Grund der Nürnberger Rassengesetze aberkannt worden war.
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Mit großer Betroffenheit haben wir vom plötzlichen Tod unseres langjähriges Vorstandsmitgliedes Dr. Adam König erfahren. Er verstarb am 29.09.2012 in Berlin.
Das Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. trauert um einen Kameraden und um einen Freund.
Dr. Adam König wurde am 29.11.1922 in Frankfurt am Main als siebtes von acht Kindern geboren. Um in Deutschland Arbeit zu finden, hatten seine Eltern bereits vor dem Ersten Weltkrieg ihre polnische Heimat verlassen. Adam König besuchte in Frankfurt am Main die Schule und begann 1936 eine Lehre als Klempner. Im September 1939 wurde er als Jude festgenommen und kam über die Stationen Frankfurt-Preungesheim und Berlin nach Sachsenhausen. In Sachsenhausen wurde er nach stundenlanger Drangsalierung auf dem Appellplatz in die Baracke 39 eingewiesen. Ab 1940 wurde Adam König bei der Errichtung des Klinkerwerkes an der nahegelegenen Lehnitzschleuse am Oder-Havel-Kanal unter unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen. Adam König wurde auf Grund seiner Ausbildung für die Instandhaltung der Diesellok eingesetzt und später zum Arbeitseinsatz in der Tongrube im nahegelegenen Zehlendorf abkommandiert. Ab 1941 erfolgte der Einsatz im “Speer-Kommando”. weiter lesen
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