Das Leben von Mordechai Motek Weinryb hat sich vollendet.
Mordechai gehörte zu jenen Menschen, die im Widerstand gegen den Faschismus einen aktiven Beitrag leisteten. Sein Anteil an der Schaffung des organisierten Widerstands war groß. Er gehörte zu den Mutigen.
Im Januar 1945 kam Mordechai in das Konzentrationslager Buchenwald, musste dort das furchtbare „Kleine Lager“ erleiden und ihm blieb der Todesmarsch nach Theresienstadt nicht erspart. Seine Befreiung verdankte er der Roten Armee.
Nach der Befreiung vom Faschismus war Mordechai stets bemüht, als Zeitzeuge insbesondere der jungen Generation die Barbarei des deutschen Faschismus zu benennen. Faschismus, Krieg und Rassismus verurteilte er stets als Verbrechen an der Menschheit. In Frieden und Völkerverständigung sah er die einzige Perspektive.
Für ihn blieben die Kernsätze des Schwurs von Buchenwald
»Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Eine Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.«
verbindlich und bestimmend für sein Leben.
Mit Dankbarkeit erinnern wir uns seiner Worte am 11. April 2010 in der Gedenkstätte Buchenwald:
»Mit goldenen Lettern wird der antifaschistische Widerstand gegen die faschistische Barbarei, gegen den Massenmord an Millionen unschuldiger Menschen ins Buch der Geschichte eingetragen sein. Ruhm und Ehre gebührt den tapferen Männern in Buchenwald, die ihr Leben opferten, für das Leben von Kindern, für das Leben jüdischer Menschen. Deutsche Antifaschisten haben die Ehre des deutschen Volkes gerettet. Die ganze Welt soll wissen, dass nicht alle Deutschen schuldig am großen Verbrechen geworden sind.«
Wir werden das Andenken an Mordechai Motek Weinryb bewahren.
Oktober 2011
Lagerarbeitsgemeinschaft
Buchenwald-Dora e.V.
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Weimar ehrt Buchenwaldüberlebenden und Mitglied der VVN- BdA 2011 am Tag der Deutschen Einheit.
Es war ein großer Augenblick, als der Oberbürgermeister der Stadt Weimar, Stefan Wolf, unseren Kameraden Ottomar Rothmann vor über 200 Besuchern und Gästen am Tag der Deutschen Einheit 2011 die Urkunde der Ehrenbürgerschaft im Fürstenhaus zu Weimar übergab.
Am 18. Mai 2011 hatte der Weimarer Stadtrat beschlossen:
Ottomar Rothmann „…in besonderer Anerkennung seiner Verdienste um das Vermächtnis von Buchenwald zum EHRENBÜRGER der Stadt Weimar zu ernennen“. weiter lesen
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Mit Sorge beobachtet die FIR, die Dachorganisation der Verbände ehemaliger Widerstandskämpfer, Partisanen, Deportierter, Opfer des Nazismus und Antifaschisten heutiger Generationen, Entwicklungen in verschiedenen europäischen Ländern, die die Grundlagen von Demokratie und Freiheit der Menschen gefährden. weiter lesen
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Tagung
Symposium anlässlich des 70. Jahrestages der Ermordung des Siegener Kommunisten Walter Krämer im KZ Buchenwald durch Angehörige der SS
Programm
- 09.30 Uhr ……….. Anreise
- 10.00 Uhr ……….. Eröffnung und Grußworte
- 10.30 Uhr ……….. Vortrag
Dr. Ulrich Peters
“Wer die Hoffnung verliert, hat alles verloren” - Kommunistischer Widerstand in Buchenwald
- 12.00 Uhr ……….. Diskussion
- 12.45 Uhr ……….. Mittagessen
- 13.45 Uhr ……….. Vortrag
Prof. Dr. Kurt Pätzold
“Die Massengefolgschaft und die Einsamkeit der Widerstandskämpfer”
- 15.15 Uhr ……….. Diskussion
- 16.00 Uhr ……….. Kaffeepause
- 16.30 Uhr ……….. Abschlusspodium / Abschiedsworte
- 17.30 Uhr ……….. “Die Moorsoldaten” / Ende der Veranstaltung
Informationen herunterladen: Programm 22. Oktober 2011
Moderation der Veranstaltung: Dr. Ulrich Opfermann (Siegen), Historiker
Veranstalter: VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein, Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora e.V.
Tagungsort: KrönchenCenter der Stadt Siegen, Markt 25, 57072 Siegen
Tagungsgebühr: 15 € / 10 € ermäßigt (inkl. Catering und Tagungsdokumentation)
Anmeldung bitte bis 12.10.2011 an vvn-bda@gh-siegen.de oder durch zurücksenden des Anmeldecoupons an die angegebene Adresse.
Während der Veranstaltung Büchertisch der VVN-BdA auf dem Gang; Walter-Krämer- Ausstellung der VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein vor dem KrönchenCenter.
Download des Flyers mit Programm: Leben im Widerstand
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Schwarzer Rauch steigt aus den Opferschalen
Stille ist ringsumher
Zu hören ist kein Laut
Grauer Stein spricht stumm von Todesqualen
Freunde haben ihn, haben ihn gebaut
An dem Ort wo Tausend Menschen lebten
Hingerafft von schwarzer Mörderschaft
Umgebracht weil dieser Menschen Streben
Für den Frieden war, für den Frieden war
|: Für den Frieden
Für den Frieden
Für den Frieden war : |
In der Luft schwillt an ein leises Beben
Glockenton, Glockenton
Sein Ruf hallt dumpf von Weit
Ermordete beginnen neu zu leben
Opfer jener Zeit, Opfer jener Zeit
Vorüber ziehen endlose Kolonnen
Und jedes Land hat drunter seinen Sohn
Der Kampf war nach dem Tode erst gewonnen
Doch sie ahnten schon, doch sie ahnten schon
|: Doch sie ahnten
Doch sie ahnten
Unsern Frieden schon : |
Flammen steigen aus den Opferschalen
Stille ist ringsumher
Der Glockenton verhallt
Grauer Stein spricht stumm von Todesqualen
Dass die Welt versteht, den Schwur von Buchenwald
Keine Mutter soll ihr Kind beweinen
Wir lassen nicht im Brand vergehen die Welt
Wer Kriege hasst muss sich zum Kampf vereinen
Dass der Frieden hält, dass der Frieden hält
|: Dass der Frieden
Dass der Frieden
Dass der Frieden hält : |
Quelle: http://www.kampflieder.de - Das Archiv der Arbeiterbewegung.
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Internationale Föderation der Widerstandskämpfer protestiert gegen SS - Treffen in Estland
Mit Empörung wendet sich die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) – Bund der Antifaschisten an die politisch Verantwortlichen in Estland, die es Ende Juli zum wiederholten Male zugelassen haben, dass ehemalige Kriegsverbrecher der estnischen und der lettischen SS-Divisionen in Sinimäe öffentlich die Erinnerung an ihre Taten zelebrieren konnten. Neben den SS - Veteranen waren auch zahlreiche junge Anhänger der extremen Rechten anwesend, die die „Estnische Legion“ als „Freiheitskämpfer“ und „Helden der Unabhängigkeit“ bezeichneten. weiter lesen
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Mit tief empfundener Trauer mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass Jorge Semprún am 7. Juni 2011 in Paris verstorben ist.
Seiner stets ehrend und mit Hochachtung zu gedenken, ist uns Verpflichtung.
Gegenüber den Angehörigen bekunden wir unser Mitgefühl.
Mit Jorge Semprún haben wir einen Kameraden verloren, der im antifaschistischen Kampf in vorderster Reihe stand.
Im französischen Exil schloss er sich der Résistance-Bewegung an und wurde, nachdem er 1943 von der Gestapo verhaftet worden war, aus dem französischen Internierungslager Compiégne 1944 in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert.
Als politischer Häftling, er war Mitglied der Kommunistischen Partei Spaniens, gehörte er der illegalen Widerstandsorganisation der spanischen Häftlinge an.
Unter Führung des illegalen Internationalen Lagerkomitees gehörte er zu jenen Häftlingen, die sich dem grausamen Terror der SS leidenschaftlich entgegenstellten, um das Menschliche zu bewahren.
Er nahm als ausgebildeter Kämpfer der illegalen Internationalen Militärorganisation an der Selbstbefreiung der Häftlinge des
KZ Buchenwald am 11. April 1945 teil. weiter lesen
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KOLLOQUIUM
Sonnabend, 28. Mai 2011, 10.00 Uhr, Berlin, Franz-Mehring-Platz 1 (ND-Gebäude), Seminarraum 1
• Eröffnung:
Günter Pappenheim,
Vorsitzender der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora e. V.
Erster Vizepräsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos
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Veröffentlicht in Termine |
Zu den Häftlingen des Konzentrationslagers Buchenwald, die am 11. April 1945 die Befreiung erlebten, gehörte Ottomar Rothmann. Politischer Häftling war er, trug den Roten Winkel. Anlässlich de 66. Jahrestages der Selbstbefreiung der Häftlinge des KZ Buchenwald sprach Ottomar Rothmann auf der Gedenkfeier der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.
Hier der Wortlaut seiner Gedenkrede vom 11. April 2011:
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Veröffentlicht in 66. Jahrestag der Befreiung von Buchenwald |
Walter Krämer war ein ganz außergewöhnlicher Mensch. Dies bezeugen die Erinnerungen zahlreicher Überlebender des Konzentrationslagers Buchenwald, die ihm in überwältigender Weise Bewunderung, Respekt und Dankbarkeit bekundeten. Und auch die vielen Lebenszeugnisse, die mein Freund Klaus Dietermann 1986 in mühsamer Detailarbeit zusammengetragen und in unserer gemeinsamen Publikation Walter Krämer – Von Siegen nach Buchenwald kommentiert hat, zeichnen ein sehr klares Profil dieses politischen Aktivisten, der dann im Lager noch eine ganz andere Identität gewann. Ich möchte dieses Profil mit ein paar Strichen andeuten, an einem Tag, der dem Andenken Walter Krämers in besonderer Weise gewidmet ist. weiter lesen
Veröffentlicht in 66. Jahrestag der Befreiung von Buchenwald |